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Das bayerische Landesturnfest in Landshut 2011

Dieses Jahr blieben wir bei unserem jährlichen Turnausflug in der Nähe, da uns der bayerische Turnverband vom 23.6 bis 26.6 ein Turnfest in Landshut anbot. Mit ca. 8 Männern und 5 Frauen nahmen wir die Sache in Angriff. Wie üblich übernachteten wir in einem Klassenzimmer, diesesmal etwas überfüllt, weshalb unsere Anna fast unter die KingSizeMatratze des Nachbarn rutschte.

Bereits am Tag nach der Anreise bestritten wir unseren Wettkampf. Bei den SWC-Männern gab es einen nie dagewesenen Konkurrenzkampf. Der Turnerjungspund Martin erlaubte es sich mittels legalen leistungssteigernden Turndressdopings den Turnerleitwolfi herauszufordern. Nachdem dieser noch etwas verschlafen seine Barrenübung verhunzt hatte, überstrahlte Martin mit seinem am selben Morgen noch neu erworbenen Turndress mit turnerischer Leichtigkeit und graziöser Eleganz, die uns SWClern bislang vollkommen unbekannt war. Noch vor dem nächsten Gerät, dem Hochreck, verkündete er: Jetzt bist Du fällig!

Dieser unerwarteten Attacke konterte die personifiziert Erfahrung damit, dass sie sich von unserem Altmeister und Wettkampfbetreuer Jens eine elegante lange Hose geben lies, die vermutlich dazu führte, dass nach einer konzentrierten und spannungsgeladenen Aufholjagd am Reck, Sprung und Boden die Kampfrichter sich ein minimales 10tel Vorsprung aus den Bleistift locken ließen. So verbleibt es bei der bisherigen Hierachie. Die Luft wird allerdings dünner!

Die Tage, bzw. Nächte danach verbrachten wir damit dem hilfsbedürftigen landshuter Nachtleben auf die Sprünge zu helfen. Die Diskotheken Tiger Lilly und Viper warben so um unsere Gunst, dass nicht immer Einigkeit darüber herrschte, welche der beiden wir jetzt unserer Ehre erweisen sollten. Die Angelegenheit wurde dann sportlich gelöst. Wieso wählen, wenn man beide haben kann.

Zuvor wurde zu bayrischen Zigeunerpolkareggae gegrillt. Die Abreise wurde dieses Jahr etwas dadurch erschwert, dass der erwähnte Zigeunerpolkareggae, bzw. die sie spielende Musikanlage, diverse Autobatterien ausgesaugt hatte. Nach einigen Schiebereien fand sich dann doch eine intakte Batterie und ein Überbrückungskabel, so dass wir heimreisen und die neue Trainingssaison starten konnten.

Die Planungen für das nächste Turnfest laufen.

von Wolfgang Straube

Turnfest Rheinland-Pfalz 2010 in Mainz

Der SWC-Regensburg war dabei, und das auch sehr erfolgreich.

In ihreneweiligen Alterklassen erzielten Anna Bacher, Jens Mai und Wolfgang Straube jeweils den 2. Platz im Deutschen Wahlvierkampf.

Mit 11 Turner und Turnerinnen haben wir uns am Donnerstag den 13.5.2010 in Richtung Mainz auf den Weg gemacht, um dort am 4 tägigen internationalen Landesturnfest Rheinland-Pfalz teilzunehmen.

Übernachtet haben wir (wie immer auf solchen Turnfesten) in einem Klassenzimmer. Im Gutenberggymnasium waren wir mit den übrigen Vereinen des BTV und dem National Danish Performance Team untergebracht. An der dort eigens eingerichteten Bar tauschten wir zur frühen Morgenstunde noch unsere Sporterfahrungen aus, wobei sich zeigte, dass ein Däne "Bitburger" noch schlechter verträgt, als wir.

Am Freitag haben wir unseren Vierkampf absolviert. Anschließend haben wir uns natürlich nicht die Mainzer Kultur entgehen lassen und die zwei Persönlichkeiten genauer unter die Lupen genommen, die Mainz prägen und in der Vergangenheit geprägt haben: Johannes Gutenberg (urspr. Gensfleisch, Erfinder des Buchdrucks) und Berti das Mainzelmännchen, mit dem wir unsere 2. Plätze frenetisch gefeiert haben (sh.Foto). Dem Auftritt des National Danish Performance Teams (ein Muss für jeden Sportinteressierten) und dem überschaubare Nachtleben haben wir ebenso unsere Aufwartung gemacht.

Trotz bescheidenem Wetter war dieses Turnfest ein riesen Spaß! Mal sehen, ob wir für nächstes Jahr auch eine derartige Veranstaltung finden. Dann sind wir dabei! Auch sehr zu empfehlen für Leichtathleten, Schwimmer und Turmspringer. Auf den Turnfesten werden für alle Bereiche Wettkämpfe angeboten, bei denen der Grundsatz gilt: Dabei sein ist alles.

von Wolfgang Straube

 
Deutsches Turnfest Frankfurt 2009

Ein unvergessliches Erlebnis:

Nach monatelangem beinharten Training begab sich am 2. Juni 2009 in aller Herrgottsfrühe die 15-köpfige Turn-Elite des SWC Regensburg in Richtung Frankfurt, um dort ihr turnerisches Können unter Beweis zu stellen und noch weitere Veranstaltungen des insgesamt einwöchigen Turnfestes zu besuchen.

Vornehmlich waren wir für den Deutschen Wahlvierkampf gemeldet.

Hierbei handelt es sich um eine Wettkampfart, bei der sich der Proband vier Disziplinen aus dem Bereich Turnen, Leitathletik, Trampolin, Turmspringen und Schwimmen wählen kann. Diese Art des Wettkampfes dient vor allem dazu, Interessenten aus anderen Sportarten für das Turnen zu begeistern. Wir konzentrierten uns auf die turnerischen Disziplinen. Man darf sich den Ablauf des Wettkampfes so vorstellen, dass jeder zu Beginn eine Wettkampfkarte mit seinen gemeldeten Disziplinen erhält und dann zum jeweiligen Gerät zur Leistungsabnahme wandert - eine Art Schnitzeljagd.

Bereits um 13 Uhr am 2. Juni trafen wir, nachdem wir das Quartier bezogen hatten, bei der Wettkampfstätte ein und starteten unseren Wettkampf, frei nach dem Motto: Wer mitmacht gewinnt. Die Einteilung der Geräte ließ es zu, dass wir in 2 Gruppen gemeinsam den Wettkampf absolvieren und uns gegenseitig zu ungeahnten Höchstleistungen anspornen konnten.

Einige Ergebnisse:
Heidi Esser erzielte im reinen Turnwahlvierkampf den 13. Platz (67 Teilnehmer).
Jens Mai erreichte im Mischwettkampf den 10. Platz (147 Teilnehmer).
Wolfgang Straube erzielte im reinen Turnwahlvierkampf den 8. Platz (77 Teilnehmer).
Gina Gebhardt wurde 58. im reinen Turnwahlvierkampf (238 Teilnehmer).
Rainer Ziereis wurde 88. im reinen Turnwahlvierkampf (237 Teilnehmer).

Nach dem Wettkampf gaben wir uns die restlichen 3 Tage den noch angenehmeren Dingen hin, die Frankfurt und das Deutsche Turnfest zu bieten hatten.

So besuchten wir die Turnfestmeile, die eigens für das Turnfest umfunktionierte Undergrounddisco, die Tuju-Party, das Deutsche Gerätefinale mit Fabian Hambüchen am Reck, den gerade im Umbau befindlichen Dom St. Bartholomäus und die Aussichtsplattform vom Main-Tower.

Kurz gesagt, es war ein Riesenspaß, bei dem nicht so sehr der Wettkampfsport im Vorgrund stand, als vielmehr das Miteinander im Verein, das Kennenlernen anderer Sportler und anderer Sportarten.
Im Gedanken war Karl unser ständiger Begleiter.

Großer Dank geht an den Verein und an Frau Thielecke, die uns mit Sponsoring unter die Arme gegriffen haben und natürlich an alle Helfer aus Frankfurt, die uns den sehr angenehmen Aufenthalt ermöglich haben.

Das nächste Turnfest sieht uns bestimmt, gerne auch mit Teilnehmern aus anderen Sparten des Vereins.

von Wolfgang Straube

 
Sommerzeit ist Turnfestzeit

Das Turnen im SWC ist seit Jahren nicht mehr wettkampforientiert, aber trotzdem legen wir in unserem Übungsbetrieb wert auf ein ansprechendes Leistungsniveau. Diese Grundeinstellung hat sich bewährt, denn weit und breit ist der SWC der einzige Verein, der Erwachsenen ein ernstzunehmendes gerätturnerisches Angebot im männlichen und im weiblichen Bereich machen kann und Turner und Turnerinnen findet, die dieses Angebot gern annehmen. Einmal im Jahr allerdings weichen wir von unserer Regel ab und besuchen ein Landesturnfest oder das Deutsche Turnfest. In diesem Jahr haben wir unsere Regel gleich zweimal gebrochen, indem wir im Mai zum Deutschen Turnfest nach Berlin gefahren sind und im Juni das Jubiläumsturnfest des Turngaus München in Lohhof besucht haben.

 
Das Deutsche Turnfest 2005

Turnen, das ist unumstritten, ist eine deutsche Erfindung und eine deutsche Erfolgsgeschichte ohne gleichen. Als der Turnvater Jahn mit seinen Schülern vor 196 Jahren auf der Berliner Hasenheide den ersten Turnplatz der Welt eröffnete, hätte niemand geahnt, daß das Turnen sich nicht nur zu einer der olympischen Ursportarten entwickeln würde, sondern daß damit auch die deutsche Breitensportbewegung ins Leben gerufen wurde, die heute jeden Tag Millionen von Deutschen in Bewegung setzt und die in der Welt auch jetzt noch ihresgleichen sucht. Es ist mehr als befremdlich, dass die Verantwortlichen des Deutschen Turnerbundes gerade in Berlin ein Turnfest veranstalteten, in dessen Programm Friedrich Ludwig Jahn und die Hasenheide nicht mehr vorkamen.

Selbst der Himmel schien darüber traurig zu sein: In den ersten Tagen des Turnfestes regnete es pausenlos! Unsere Stimmung besserte sich auch nicht, als wir nach zehnstündiger Anreise (mit dem Schönes-Wochenende-Ticket der Deutschen Bahn für 12 Euro hin und zurück!) in unser Quartier nach Hellersdorf am östlichen Stadtrand von Berlin kamen: Man muß wissen, daß Marzahn und Hellersdorf die größten und „brutalsten“ Plattenbausiedlungen der DDR waren. Aber dann wurde alles besser. Wir wurden in unserer Schule von Sandrine Lattner und ihrem wunderbaren Helferteam hervorragend betreut (Danke Sandrine!) und entdeckten schon am ersten Abend das Nachtleben der Hauptstadt. Das Turnfest mit seinen 100.000 Teilnehmern ging zwar in dem riesigen Berlin völlig unter, aber wenn man erst einmal das Messegelände erreicht hatte, dann konnte man eines der bestausgestatteten und bestorganisierten Turnfeste der letzten Jahre erleben. Die Fülle der Wettkämpfe und Vorführungen war unüberschaubar und sehr eindrucksvoll, die Schauvorführungen und Meisterschaftswettkämpfe absolut hochkarätig, die Stimmung mitreißend. Der Höhepunkt waren für uns die Deutschen Meisterschaften der Kunstturner! Auch die Wahlwettkämpfe, bei denen sich die SWC-Turner(innen) den Kampfrichtern stellten, waren ein Erlebnis - auch wenn nicht alle turnerischen Blütenträume reiften. Fazit: Berlin war diese Reise wert.

 
Das 50. Gauturnfest des Turngaues München

Ganz anders ging es beim Münchner Gauturnfest in Lohhof zu: Klein, übersichtlich - geradezu gemütlich! Hier standen wir als Wettkämpfer selbst im Mittelpunkt. Und auch die Wettkampfergebnisse waren für den Trainer und Betreuer höchst befriedigend. Ob das an dem Zugewinn von Erfahrungen beim Deutschen Turnfest oder an dem Mangel an Nachtleben lag, ist ungeklärt. Auf jeden Fall, es waren alle sehr zufrieden.

 
Pläne für das nächste Jahr

Nach diesen Erlebnissen bedurfte es keiner großen Abstimmung. Die "ein Turnfest pro Jahr" Regel soll auch im nächsten Jahr Bestand haben. Das Ziel steht auch schon fest: Das Turnfest des Schwäbischen und des Badischen Turnerbundes in Heidelberg soll es sein. Die Schwaben machen ja sowieso immer die schönsten Turnfeste – und ein bisschen mehr trainieren wollen wir auch!

 
Die Glühwürmchen-Wanderung

Beim SWC, das sagt schon der Name, wird gewandert. Daran halten sich auch die Turner (wenn auch nicht alle). Eine Nachtwanderung im Juli nach Eilsbrunn sollte es werden, bitte mit Glühwürmchen. Das Wetter war nicht allzu toll, aber beim Erber in Eilsbrunn war Schnitzeltag und die Schnitzel waren toll. Daß auf dem Rückweg im stockfinsteren Wald dann die Glühwürmchen tatsächlich ein großes Feuerwerk veranstalteten, machte das Ganze zu einem Erlebnis der besonderen Art. Die Wiederholung im nächsten Jahr ist angedacht.

 
Das Trainerteam

Zum Schluß noch ein Wort des Dankes für Heidi Hofmann, die seit Jahresbeginn erfolgreich bei uns als Trainerin arbeitet, und ein ganz dickes Lob für Katie Langer und Doro Kübel, die mit großen Eifer und Geschick den Spartenleiter bei der Kinderturnstunde in Prüfening unterstützen.