Eishockey

Hier haben Kinder Spaß am Eishockey ein Beitrag von David Santl

Am 24 02.2018 feierten wir beim letzten Kinder und Jugendtraining "10 Jahre Kinder und Jugendbreitensport der Sparte Eishockey im SWC". Der freie Mitarbeiter  der Mittelbyerischen Zeitung David Santl machte sich die Mühe Eindrücke, Geschichte und Stimmung einzufangen und niederzuschreiben. Für diese Mühe möchten wir Ihm ganz herzlich danken.

Seit zehn Jahren können Kinder und Jugendliche beim SWC Regensburg Eishockey spielen. Dabei steht vor allem Spaß im Vordergrund – und nicht Leistungsdruck.  

In den vergangenen Jahren erfreut sich Eishockey auch in unserer Region immer größerer Beliebtheit. Vor zehn Jahren gab es aber noch kaum Angebote, um das Spiel mit dem Puck auch als Breitensport für Kinder und Jugendliche auszuüben. Für einige Mitglieder des SWC Regensburg war dies Grund genug, um in diesem Bereich Pionierarbeit zu leisten. Was im Jahr 2008 unter Anleitung von Spartenleiter Michael Zellner mit gerade einmal acht Kindern begann, hat immensen Zulauf bekommen: Gut 60 junge Spieler treffen sich regelmäßig in der Donauarena, um in einer Kinder- und in einer Jugendmannschaft ihrem „eisigen“ Hobby nachzugehen. Den ursprünglichen Sinn hat die Eishockeysparte dabei nie aus den Augen verloren: Eishockey als Breitensport zu fördern, ohne dass die Mitglieder Leistungsdruck verspüren. „Heute ist ein besonderer Tag, deshalb machen wir heute auch einen großen Einlauf, wie die Erwachsenen“, kündigte Peter Schiekofer, einer von sechs Trainern, in seiner Kabinenansprache an. Dabei konnte er in gespannte Gesichter schauen. Kein Wunder: Ein Jubiläum erlebt man ja nicht alle Tage.

 

Gute Gespräche mit dem Hausherrn

„Jeder, der möchte, kann bei uns aufs Eis“, hob Gründer Michael Zellner in seiner Festrede hervor, nachdem er unter tosendem Applaus eingelaufen war. Dieser hat beim SWC eine besondere Form: Die Spieler der beiden Mannschaften klopfen mit ihren Schlägern auf das Eis, damit brachten sie ihre Dankbarkeit für Zellners Idee vor zehn Jahren zum Ausdruck. Besondere Anerkennung sprach dieser dem Betriebsstättenleiter der Donauarena, Peter Lautenschlager aus: „Mit Ihnen als Hausherrn haben wir immer gute Gespräche.“ Auch an die Sponsoren hatte Zellner ein großes Lob auszusprechen: „Dank Ihnen können wir einige Ausfahrten durchführen.“ Doch nicht nur nette Worte hatte der SWC für seine Ehrengäste auf Lager: Jeder von ihnen bekam einen extra bedruckten Puck überreicht. „Den können Sie als Briefbeschwerer hernehmen“, lachte Zellner, während er mit Sportamtsleiter Johann Nuber die Butterbrezen probierte, die von einigen fleißigen Eltern ehrenamtlich zubereitet wurden. Mit dieser Stärkung konnte man auch das Schautraining der jungen Spieler bestens verfolgen. Mit atemberaubender Geschwindigkeit drehten sie auf dem Eis ihre Runden und stellten ihr Können unter Beweis. Viele stolze Eltern nutzten natürlich die Gelegenheit, um zu diesem Anlass Erinnerungsfotos zu schießen. Am Imbissstand verwöhnte Margaretha Schiekofer die Gäste mit Brezen und Getränken. „Meine Kinder sind auch mit dabei“, erzählt sie. „Hier Eishockey spielen ist das Beste, was ihnen passieren konnte“, freut sie sich.

Ins Vereinsleben integrieren

Auch für Abteilungsleiter Michael Zellner gibt es unzählige Gründe, um auf „seine“ Eishockeysparte stolz zu sein. „Wir können den Kindern Spaß an dieser ganz besonderen Sportart vermitteln“, erklärt er im Gespräch mit dem MZ-Reporter. Daneben kommt es ihm vor allem auf Kameradschaft an. „Wir wollen die Kinder richtig ins Vereinsleben integrieren. Auch die Nationalität spielt bei uns keine Rolle“, informiert er. Vor allem Mund-zu-Mund-Propaganda habe ihm geholfen, die Kinder- und Jugendmannschaften auf die Beine zu stellen. „Nach einem Jahrzehnt kann man von einer absolut einmaligen Erfolgsstory sprechen“, ist sich Zellner sicher. Vor allem das ununterbrochene Interesse gibt ihm Recht: „Ich bekomme jede Woche eine Anfrage, ob noch jemand mitspielen kann“, erzählt er stolz. In Zukunft hofft Zellner auf mehr „Eiszeit“ unter der Woche. „Bisher können wir sonntags von 8.15 bis 9.30 Uhr und dienstags von 19.45 bis 21.15 Uhr aufs Eis. Es wäre schön, wenn wir künftig Zeiten bekommen, die kinderfreundlicher sind.“ Besonders freut sich Zellner aber über die Förderungen durch das Sportamt. „Diese Anerkennung macht mich stolz“, bekräftigt er. Natürlich sei das Unterfangen nach wie vor mit großem Aufwand verbunden. „Aber das geht total unkompliziert. Die Zusammenarbeit mit den anderen Sparten klappt super“, berichtet Zellner. Das läge vor allem an der Vereinspräsidentin Dr. Ursula Breitkopf „Ihr ist es ein Anliegen, dass jede Sparte gut gefördert wird“, lobt Zellner. Für talentierte Eishockeyspieler gibt es beim SWC natürlich Aufstiegsmöglichkeiten. „Gerne kooperieren wir mit dem EV Regensburg“, informiert Zellner. So gäbe es die Möglichkeit, Eishockey intensiv zu spielen.

 

Profi gründete Eishockey-Akademie

Vor kurzem habe sich mit dem EVR-Profi Peter Flache sogar eine Eishockey-Akademie in Regensburg gegründet. „Damit setzt Flache einen Meilenstein. Hier kann man die Spieler optimal ins Trainingslager schicken“, freut sich Michael Zellner. Doch was macht für ihn eigentlich den Reiz am Eishockey aus? „Allein Schlittschuhfahren ist schon ein schönes Gefühl. Beim Eishockey hat man das mit Technik, Taktik und Spielwitz in einer Sportart vereint“, schwärmt er. Durch die guten Polsterungen gebe es beim SWC zudem kaum Verletzungen. Für die Zukunft hat er eigentlich nur einen Wunsch: „Ich hoffe, dass das unkomplizierte Miteinander zwischen Kindern, Trainern und Eltern so bleibt, wie bisher.“ Und um dieses Miteinander zu erleben, braucht man nur die freudige Stimmung in der Halle genießen.

 

Umfrage:

 

Was ist das Schöne am Eishockey beim SWC?

 

Sabrina (18): „Wir sind eine große Gemeinschaft, in der es keine Konkurrenz gibt. Eishockey ist für mich einfach der schönste Mannschaftssport der Welt. Auch dass ich hier unter vielen Jungs bin, macht mir nichts aus. Es gibt ja mittlerweile immer mehr Mädchen, die sich für Eishockey interessieren.“

 

 

Constantin (13): „Hier kann man einfach Spaß haben, ohne dass großer Druck dabei ist. Ich bin schon seit der vierten Klasse beim SWC dabei. Hier kann man viel mehr Leute kennenlernen als in anderen Sportarten und es entschuldigt sich auch gleich jeder, wenn man mal umgeschubst wurde.“

 

 

Luis (10): „Hier macht Eishockey allgemein Spaß, vor allem, weil es ohne Leistungsdruck ist. Nebenbei spiele ich auch noch Fußball. Mit meinem Nachbarn habe ich dann einmal Streethockey gespielt. Das hat mir so gut gefallen, dass ich mich dann für Eishockey angemeldet habe.“

 

 

Maximilian (15): „Ohne Leistungsdruck macht Eishockey richtig Spaß. Hier kann man auch einfach mal seine Aggressionen abbauen und Vollgas geben. Früher habe ich meinem Onkel immer beim Eishockeyspielen zugeschaut. Das war so schön, dass ich es dann auch probieren wollte.“ (lds)

Hier noch ein paar Bilder eines  sensationellen Eishocketages...