Eishockey

SWC Eishockey – ein Erlebnis für die ganze Familie

geschrieben von Michael Arzt

Dr. Michael Arzt unterstützt ab dieser Saison das Kinder- und Jugendtrainerteam

Es muss nicht immer Profieishockey sein. In der Eishockeysparte des SWC finden Eishockeyspieler und Eishockeyspielerinnen mit unterschiedlichsten Motivationen und „Eishockeykarrieren“ ihren Platz, so auch der Großteil unserer Familie (5/7).

Bei Schneetreiben, -5°C, mit tobenden Zuschauern dicht gedrängt an der Bande ohne Plexiglas bearbeiten sich der EV Regensburg und der EV Füssen in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga. Das Spiel im Freiluftstadion an der Nibelungenbrücke ist eine Mischung aus Eishockey und Schneeschaufeln. Nichtsdestotrotz ist die Begeisterung den Favoriten aus dem Allgäu mit 2:1 niedergerungen zu haben grenzenlos. So oder so ähnlich wurde ich als 11-Jähriger vom höchst ansteckenden „Eishockeyvirus“ infiziert, das mich dazu zwang von diesem Zeitpunkt an als Zuschauer zu jedem erreichbaren und unerreichbarem Eishockeyspiel zu pilgern und jede Möglichkeit des Hobbyeishockeys, was damals „Weihereishockey“ hieß, zu nutzen. Als Student ging es dann in der Unieishockeymannschaft, diversen Inlinehockeymannschaften, und zwischenzeitlich im Trainingsbetrieb des EHC Regensburg auch aktiv in Richtung „richtigem Eishockey“ im Stadion, mit Ausrüstung und mit Bande etc..  Darauf folgte eine lange beruflich und Brutpflege bedingte Pause im aktiven Eishockey, das erst im Ü-40 Bereich beim SWC wiederbelebt werden konnte.

Zunächst begann unser ältester Sohn Johannes (19) mit 10 Jahren, der sonst sportlich vor allem als Fußballer unterwegs war, im Kindertraining des SWC. Trotz teils widriger Trainingszeiten am Sonntagmorgen, machte ihm das abwechslungsreiche Training so viel Spaß, dass Johannes freiwillig keines ausließ. Sein Spiel entwickelte sich schnell, so dass Spartenleiter Dr.  Michael Zellner ihn mit 14 Jahren ins Training der Erwachsenenmannschaft einlud, in der er heute eine feste Stütze ist und den älteren Semestern mit seiner Geschwindigkeit und schnellen Händen die Schweißperlen auf die Stirn treibt.

Zwei Jahre habe ich es ausgehalten meinem Sohn zu den meist abendlichen Trainingseinheiten der Erwachsenenmannschaft zu fahren und dem fröhlichen Treiben auf dem Eis tatenlos zuzusehen. Der Wiedereinstieg ins aktive Eishockey war zwar zunächst aufgrund von anfänglichen Konditionsdefiziten mühsam und teils schmerzhaft J, hat sich aber als Teil eines von mehreren Vater-Sohn-Teams mit vielen unvergessenen Momenten auf dem Eis, bei den sportlich anspruchsvollen Einheiten mit unseren Trainern Lars Schiller und Jonas Leserer, die beide in der Profimannschaft der Eisbären Regensburg (DEL2) aktiv sind, und sehr geselligen Trainingslagern in Mitterteich und Inzell mehr als ausgezahlt.

Mit unseren beiden Nachzüglern, Ferdinand (11) und Markus (9) ging es dann vor 4 Jahren wieder im SWC-Kindertraining los, das mittlerweile durch ein engagiertes (teils aus dem eigenen Nachwuchs), immer größeres und erfahreneres Trainerteam (https://www.swc-regensburg.de/sparten/eishockey) sich kontinuierlich weiterentwickelt hat. Durch die Powerskating Einheiten von Michael Koska, die freundschaftlich sportliche Atmosphäre und vieles mehr werden immer mehr Kinder- und JugendspielerInnen an die Erwachsenenmannschaft herangeführt.

Unsere Tochter Anna-Maria (17), die eigentlich überwiegend Ballett gemacht hat, sich dem Hockey spielen in der Einfahrt und dem Weihereishockey nicht ganz entziehen konnte, hat sich vor 3 Jahren spontan entschieden zum Kinder-/Jugendtrainingslager mitzufahren und mit dem Eishockeyspielen zu beginnen. Das SWC-Training ermöglichte ihr, sich während ihres Schüleraustauschs in Kanada einer Mädcheneishockeymannschaft mit Hobbyligabetrieb anzuschließen.

Ferdinand spielt mittlerweile in der U13 der Jungeisbären, und ist  - soweit es der Trainingskalender erlaubt - immer gerne zu Gast im Kinder- und Jugendtraining des SWC. Markus und ich freuen uns auf das sicherlich wie immer perfekt von Michael Zellner organisierte nächste Kindertrainingslager in Inzell, wo Markus von unserem Torwarttrainer Simon Schiekofer weiter aufgebaut wird und ich das Trainerteam unterstützen darf. Es kann nicht mehr lange dauern bis unser Sohn Jakob (16) und meine Frau auch noch das Eishockey spielen anfangen ;-).