Leichtathletik

Süddeutsche Meisterschaften U23/U16

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Am vergangenen Wochenende wurden als eines der Saisonhighlights im Juniorenbereich die Süddeutschen Leichtathletikmeisterschaften U23/16 in Sankt Wendel (Saarland) ausgetragen. Dabei ging für den SWC Regensburg ein Süddeutscher Meistertitel und eine  Bronzemedaille mit zurück in die Domstadt.

Einer der erfolgreichsten Athleten der gesamten Veranstaltung kommt dabei vom SWC Regensburg. Das U16-Nachwuchstalent Jonas Premru holte sich den begehrten Süddeutschen Meistertitel für die 100 Meter Sprint in der M15. Bereits in der letzten Woche bei den Bayerischen Meisterschaften konnte er drei Silbermedaillen über die 100 Meter, dem Weitsprung und in der Staffel gewinnen. Nun setzte er bei den Süddeutschen Meisterschaften noch eines drauf. Gegen ein starkes Teilnehmerfeld von rund 60 Athleten aus namhaften Vereinen wie MTG Mannheim und LG Eintracht Frankfurt konnte sich das Sprinttalent des SWC Regensburg in Vor-, Zwischen- und Endlauf durchsetzen. Insbesondere die erzielten Zeiten in den Vorläufen deuteten auf ein spannendes Finale hin. So konnte Jonas im Zwischenlauf mit 11,47 Sekunden nahe an seine persönliche Bestleistung von 11,40 Sekunden laufen. Ein Athlet in einem anderen Zwischenlauf konnte sich noch besser platzieren. Und dann war es soweit. Die Vorlaufschnellsten hatten auch im Finale die Nase vorne. Und das dann im wahrsten Sinne des Wortes. Trotz Gegenwinds von 1,5 Meter pro Sekunden blieb die Zeitmessung bereits nach 11,53 Sekunden für ihn stehen, 1 Hundertstel vor dem zweitplatzierten Philip Hennemuth vom SSC Bad Sooden-Allendorf. Die Freude war riesig: "Natürlich spekuliert und träumt man im Vorfeld von einer Medaille. Dass es jetzt auch noch Platz 1 ist, kann man gar nicht fassen", so der 15-jährige Jonas unmittelbar nach dem Lauf. "Das ist schon unglaublich was Jonas bei den Bayerischen und den Süddeutschen geliefert hat", kommentierte sein Trainer Hans Merkl sichtlich stolz den Auftritt seines Schützlings. Denn tags zuvor holte er sich bereits ein Bronzemedaille im Weitsprung. Wieder nahe an seiner Bestleistung von 6,46 Metern, mit der er sich derzeit auf Platz 5 in der Deutschen Bestenliste seiner Altersklasse befindet, setzte er im allerletzten von sechs Versuchen eine Marke von 6,43 Metern, was ihn auf Platz 3 brachte. Die Konkurrenten konnten nichts mehr zusetzen. "Sicherlich haben wir mit Jonas ein Ausnahmetalent in eigenen Reihen. In der Spitze zeigt dies jedoch unsere Bemühungen um die Jugendarbeit beim SWC", so der Spartenleiter beim SWC Michael Duchardt zum Abschneiden von Jonas.

Mit in Sankt Wendel dabei waren die Stabhochspringer Tristan Veit Böck und Paulina Hof. Gut kam Tristan dabei aus den Startlöchern im M14-Wettbewerb, hatte zwar bei seiner Einstiegshöhe von 2,60 Metern einen Fehlversuch, ließ sich davon aber nicht beeindrucken und bezwang die Höhe dann im zweiten. Wie immer perfekt gecoacht von Josef Koller ging es dann in der Folge problemlos bis über die 2,90 Meter. Und da war nun die Hürde: Kürzlich beim Stabhochsprungmeeting in Gräfelfing übersprang Tristan eine neue persönliche Bestmarke von 2,95 Meter. Durch die 10-Zentimeter-Steigerungen hieß es damit, dass eine neue Besthöhe her musste. Denn es ging jetzt schon um die Medaillen. Leider nicht ganz geklappt, nur denkbar knapp an Bronze vorbei, denn sein direkter Konkurrent vom TV 1902 Eschelbronn übersprang die Höhe im letzten Versuch. Nach einer ersten kleinen Enttäuschung schwang aber doch ein wenig stolz mit: "Wir waren hier immerhin bei Süddeutschen Meisterschaften und es war ein Starterfeld von acht Teilnehmern. Das war eine tolle Leistung und macht Lust auf mehr", so Josef Koller zusammenfassend zum Auftritt von Tristan Veit Böck.

Und Josef Koller musste dann nochmal ganze Aufbauarbeit leisten. Paulina Hof, die mit einer persönlichen Bestleistung von 2,50 Metern ins Saarland gereist war, musste sich gar mit 11 Konkurrentinnen auseinandersetzen. Auch hier waren große Namen dabei: Starterinnen vom VfL Sindelfingen oder der MTG Mannheim machten einen doch bewusst, dass das nun alles ein wenig anders ist. So war es dann auch die Athletin Marie Touma von der MTG Mannheim, die Führende der deutschen Bestenliste in dieser Altersklasse, die schon beim Einspringen andeutete, dass das heute eine andere Nummer werden sollte. Von der Mächtigkeit der Süddeutschen Meisterschaft ein wenig überwältigt, erschien die Latte viel höher zu liegen als sonst. So kam Paulina Hof dann lediglich über ihre Einstiegshöhe von 2,20 Metern, die nächste Steigerung von 20 Zentimetern waren dann zuviel. "Das bekommen wir wieder hin. Daheim wird Paulina von dieser Erfahrung profitieren. Davon bin ich 100 Prozent überzeugt", so Josef Koller nach dem Wettkampf.

Die beiden Trainer Hans Merkl und Josef Koller, die das ganze gecoacht und begleitet haben, waren sich einig: "Das war für den Nachwuchsbereich des SWC wieder eine herausragende Sache". So machte sich Josef Koller zufrieden am Samstagnachmittag zusammen mit den Stabhochspringern auf den langen Heimweg, um dann aber schon wieder am nächsten Tag in Erding bei den Bayerischen Meisterschaften zu sein. Wie es in Sankt Wendel weiterging, das steht bereits oben. Was in Erding passiert ist, das folgt demnächst.

 

Hier sind die Ergebnislisten der beiden Tage.

Eine kleine Bildergalerie folgt noch. Einfach nochmal vorbeischauen.