Leichtathletik

Bayerische Meisterschaften Männer/Frauen/U20/U18

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In Erding traf sich am letzten Wochenende die Bayerische Leichtathletikelite Männer/Frauen/U20/18 zu ihren regionalen Wettkämpfen. Gespickt mit Deutschen Meisterschafts- und EM-Teilnehmern waren bei diesen Bayerischen Meisterschaften auch viele SWC-Athleten am Start.

Dabei stach eine Athletin des SWC Regensburg hervor: Einen kompletten Medaillensatz nahm Sabine Hoja mit zurück nach Regensburg. Gold holte sie sich etwas unerwartet im Dreisprung. Mit sehr guten 11,93 Metern gewann sie gegen die klar favorisierte Stefanie Aeschlimann, die wohl durch eine Verletzung im Einspringen nicht ganz ihr Potenzial abrufen konnte. Davon unbeirrt steigerte Sabine Hoja sich von Sprung zu Sprung und setze beim letzten Versuch ihren Goldsprung. Somit fing sie Aeschlimann ab, die bis dahin mit 11,78 Metern vorne gelegen war.

Den Schwung nahm sie dann am nächsten Tag beim Weitsprung mit. Hier gewann Sabine Hoja hinter der Favoritin Tina Pröger die Silbermedaille. Mit 5,62 Metern blieb sie nur 14 Zentimeter hinter Pröger, die wiederum tags zuvor in Sankt Wendel (Saarland) Süddeutsche Vizemeisterin im Weitsprung wurde. Ebenfalls im Weitsprungfeld war Maximiliane Fleischer, die auf einen guten siebten Platz mit 5,29 Metern landete und Franziska Nößner (sie startet derzeit noch unter ihrem Mädchennamen Nößner, also nicht wundern wenn demnächst an dieser Stelle "Franziska Drothler" erscheint), die auf Rang 10 mit 5,05 Metern abschließen konnte.

Und die dritte Medaille für Sabine Hoja dann beim starken Staffelauftritt über die 4 x 100 Meter. In der Topbesetzung der Frauenstaffel ging es nicht nur um die Medaillen, sondern auch um Topzeiten. Und die Rechnung ging auf: Mit 47,31 Sekunden kam die Besetzung Sabine Hoja, Julia Liedl, Katharina Eich und Luka Krampert auf eine neue Bestzeit in diesem Jahr und blieb lediglich eine Zehntel über dem Oberpfalzrekord aus dem Jahr 2009. Geschlagen wurde die Staffel einzig von den LG Stadtwerke München und der LAC Quelle Fürth.

Nicht ganz so glücklich das Abschneiden im Einzel: Über die 100 Meter der Frauen war Luka Krampert im Vorlauf mit 12,49 Sekunden sehr gut unterwegs und konnte sich damit sicher für den Zwischenlauf mit Saisonbestleistung qualifizieren. Leider konnte sie die Vorlaufzeit dann im Zwischenlauf nicht ganz bestätigen und erreichte mit einer 12,67 Sekunden nicht das Finale. Dieses entschied die Top-Favoritin Amelie-Sophie Lederer mit 11,60 Sekunden deutlich dann für sich. Das gleiche Bild dann bei den 200 Metern. Auch hier ging es nicht in den Endlauf, den ihre Teamkollegin aus der Startgemeinschaft in der Staffel, Katharina Eich, dann für sich entscheiden konnte.

Stark der Auftritt von einem weiteren Staffelmitglied. Julia Liedl konnte in richtig guten 62,77 Sekunden über die 400 Meter Hürden die Bronzemedaille holen. Im eher schwach vom Teilnehmerfeld besetzten Stabhochsprung der Frauen ging es weniger um den Medaillenrang, sondern viel mehr um die persönliche Leistung. Und hier war Malin Miksch auf den Punkt topfit und holte sich in einer neuen persönlichen Bestleistung von 3,10 Metern die Silbermedaille.

Riesenerfolg auch über die 4 x 100 Meter Staffel der Männer. Die Ausfallliste war groß. Insbesondere der verletzungsbedingte Ausfall von Jan Heling, der kürzlich erstmals unter 11 Sekunden laufen konnte, musste kompensiert werden. Auf die Reise im Stadionrund ging letztendlich Manual Pritzl, Andreas Feldschmid, Felix Mittermeier und Urs Buegger. Und die machten ihre Sache richtig gut. Mit einer Zeit von 43,70 Sekunden kam man hinter den Staffeln von der LG Stadtwerke München und der LG Erlangen auf einen dritten Platz und holte somit Bronze.

Auch hier das gleiche Ergebnis im Einzel wie bei den Frauen: Felix Mittermeier konnte mit 11,34 Sekunden nicht an die 11-Sekunden-Marke heranlaufen, die für den Endlauf notwendig gewesen wäre. Über die 400 Meter ein sehr guter Auftritt von Andreas Feldschmid, der sich mit 51,02 Sekunden auf eine guten fünften Platz sehen konnte. Markus Schwemmer wurde hier 10.

Nicht ganz klar gekommen ist bei diesen Bayerischen Meisterschaften Andreas Plößl im Hochsprung. So kam er nur sicher über seine Einstiegshöhe von 1,85 Metern. Bereits bei 1,90 Meter brauchte er drei Versuche. Leider ging an diesem Tag nicht höher. Sven Glück vom TV Schierling wurde hier mit 2,08 Metern Bayerische Vizemeister. Topspringer Tobias Potye gewann den Wettbewerb mit 2,11 Metern. Besser erging es dem Weitspringer Urs Buegger. Er holte sich in einem Wettkampf, wo die drei Podestplätzespringer jenseits der 7 Meter landeten, mit 7,05 Metern die Bronzemedaille.

Zu neuen Höhen schwang sich Philipp Geldhäuser im Stabhochsprung der U18 auf. Mit 3,80 Metern gewann er mit einer neuen persönlichen Bestleistung den Stabhochsprungwettbewerb. Mit dieser Leistung befindet er sich auf Rang 3 der bayerischen Bestenliste.

Eine Staffel über die 4 x 100 Meter in der U20 war ebenfalls aktiv. Die Startgemeinschaft SWC Regensburg/Schwandorf/Schierling kam in einer Zeit von 45,25 Sekunden ins Ziel. Die Besetzung Felix Müller, Fabian Müller, Marco Sächerl und Marc Steger erreichten somit Rang 7.

Äußerst wacker geschlagen hat sich bei ihrem ersten größeren Auftritt in der U18 Hannah Budig. So schied sie zwar erwartungsgemäß im Vorlauf der 100 Meter aus, doch viel mehr zählte da die neue persönliche Bestleitung von 13,10 Sekunden. Und die zweite persönliche Bestleistung dann noch im Weitsprung. Mit sehr guten 5,29 Metern kam sie in einem 16er-Starterfeld auf einen klasse 6. Platz. Spannend machte es Nancy Randig im Hammerwurf der U18. Erst im dritten Versuch setzte sie einen gültigen und kam damit in den Endkampf. Ihr vierter Versuch war dann mit 51,41 Metern der Silberwurf.

Und noch eine Sprungmedaille. Als sichere Bank gilt hier Jacqueline Sterk, die in ihrer Spezialdisziplin dem Weitsprung  auf eine Weite von 5,59 Metern kam und sich damit nur ihre Dauerrivalin Johanna Windmaier den Vortritt lassen musste, die mit extrem guten 5,82 Metern Bayerische Meisterin in der U20 wurde. In der Staffel der 4 x 100 Meter wollte die Startgemeinschaft SWC Regensburg/Schwandorf eine ordentliche Zeit abliefern, eine überlaufene Wechselmarke führte für die Besetzung Hannah Budig, Jacqueline Sterk, Daniela Gantschir und Elisa Leitner jedoch zur Disqualifikation.

 

Die kompletten Ergebnislisten sind hier zu finden.