Wandern

Auftaktwanderung König-Otto-Höhle, Velburg

geschrieben von Hannes Kraus

Normalerweise geht es bei den Auftaktwanderungen des SWC Regensburg erstmal hinaus, dieses Jahr ging es aber erstmal hinein, nämlich in die König-Otto-Höhle nahe dem kleinen und beschaulichen Ort St. Colomann in der Nähe von Velburg. Karin und Elli hatten sich die schöne Einstiegstour in die Wandersaison 2014 ausgesucht und zu Beginn eine Besichtigung der Tropfsteinhöhle geplant.

Velburg 001 Start der Wanderung 626x640Velburg 006 in die Tiefe gings nur mit Helm 640x528Velburg 009 Langschläfer-Fledermaus - Kopie 530x640
Mit einem Führer ging es ca. 9 m unter die Erde in eine wunderschöne, mit bizarren Formen verzierte Unterwelt, in der auch Fledermäuse überwintern. Allerdings war nur ein Exemplar, an der Decke hängend, zu besichtigen. Die anderen Fledermauskumpels waren wahrscheinlich schon draußen unterwegs. Nachdem bekannt wurde, dass die Tropfsteine 2 Jahre brauchen, um 1 mm zu wachsen, wollten wir das doch nicht abwarten und machten uns auf den Weg zum Einkehren in Velburg.
Nach einer knappen Stunde Gehzeit kamen wir dort an und ließen uns das Mittagessen schmecken. Die meisten orderten Schweinebraten, welcher laut Zertifikat an der Eingangstüre, "mit einem Prädikat" (von wem auch immer) als bester Schweinebraten ausgezeichnet war. Auf alle Fälle hielt der Schweinebraten, was das Zertifikat versprach. Nach der Stärkung, ein Kaffetscherl durfte nicht fehlen, ging es auf den Rückmarsch. Erster Haltepunkt war die Burgruine Velburg mit einer wunderbaren Aussicht auf das umliegende Land.
Roland und Wolfgang äußerten den Wunsch, auch mal alleine auf dem Burgfried zu sein und nachdem dies erledigt war, konnte die Wanderung in Richtung Wolfgangshöhle fortgesetzt werden, wo Karin in knapper aber ausreichender Form auf der vorhandenen Bühne Informationen über die Höhle zum Besten gab. Der weitere Rückweg lief entlang eines erst kürzlich neu eingerichteten Walderlebnispfads, der mit vielen Informationen und unterhaltenden Spielen Kurzweil erzeugte.
Da sich der volle Genuss eines Barfusspfades erst dann einstellt, wenn man ihn barfuß beschreitet und dass man sich unterwegs auch ruhig seiner Schuhsohlen entledigen kann, waren wichtige Erfahrungen, die die Teilnehmer im weiteren Verlauf dieses Erlebnispfades machten.Velburg 027 Anna so schnell wie eine Honigbiene 366x640
Auch ein Wettkampf mit den Tieren des Waldes, wie weit man in 10 sec an Distanz zurücklegen kann, erbrachte erstaunliche Ergebnisse. Die Honigbiene schafft ca. 50m, genauso viel wie Anna, Georg legte in 10 sec erstaunliche 100m zurück und lag damit fast gleichauf mit Usain Bolt. Die Namen derer, die sich eher bei den Ergebnissen für Regenwurm, Igel oder Blindschleiche einreihten, wollen wir aus Diskretionsgründen lieber verschweigen. Alle hatten trotzdem Spaß.
Als letzte Attraktion auf dem Rückweg kamen wir am sog. Schwammerl vorbei, einer Gesteinsformation, die wirklich aussieht wie ein riesiger Schwammerl, allerdings schon 190 Mio Jahre auf dem Buckel hat.
Nach gut 3 Stunden reiner Gehzeit erreichten alle Teilnehmer, 34 Personen, den Ausgangspunkt an der Tropfsteinhöhle und gingen, nicht ohne Karin und Elli für die Organisation und Durchführung dieser gelungenen Auftaktwanderung herzlichst zu danken, auseinander, schon in Vorfreude auf die kommenden Unternehmungen.